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Den unteren Hauptlängsverband des Kutters bildet der Kiel. Im Bereich zwischen Spant 3 bis 6 ist ein 1488 mm langer Schwertschlitz eingearbeitet. Nach vorn und hinten verjüngt sich der Kiel und ist durch Verbinder mit dem Vor- und Achtersteven verbunden (Abb. 10). Die Stöße zwischen Kiel und Steven sind durch Verbindungslaschen, aus feuerverzinktem Stahl, verbunden. Der Kiel, die Verbinder mit Vor- und Achtersteven sind miteinander durch Hammerkopfschrauben verbolzt. Als Material für Kiel und Steven wird Irokoholzverwandt. Der Spiegel wir aus Eiche gefertigt und mit Epoxydharzkleber verleimt. über dem Schwertschlitz ist ein Schwertkasten aus glaserfaserverstärktem Polyester angebracht (Abb. 12). Auf der Außenseite des Schwertkastens wurde zur besseren Aussteifung der Rippen aus glasfaserverstärktem Polyester angeklebt, die mit den Bodenwrangen bzw. Duchtwinkel verbolzt sind. In der Vorderkante des Schwertkastens ist ein Ausschnitt für das Schwertfall eingearbeitet Der untere Flansch ist an dem Kiel mit Sechskantholzschrauben angebracht. Zur Verstärkung des Flansches sind feuer- verzinkte Stahlbleche eingeklebt. Um eine sichere Abdichtung des Schwertkastens zu erreichen, wurde zwischen dem Flansch und dem Kiel Teerbinden gelegt. Den oberen Abschluss des Schwertkastens bildet ein Schwertkastendeckel aus Mahagoni, der mit dem oberen Flansch verschraubt ist. Im Bereich des Schwert- und Klappbolzens sind ebenfalls zur Verstärkung Stahlbleche eingeklebt. Der Schwerkasten garantiert eine lange Lebensdauer bei geringer Wartung und Pflege. Die Fäulniserscheinungen an diesem Bauteil im Bootsbau entfallen völlig. Der Kiel mit Steven, Kiel Spiegel und Schwertkasten wird kieloben auf eine Helling gelegt. Danach wird der Balkweger am Vorsteven und Spiegelbefestigt. Spanten und Rippen werden für den Einbau vorbereitet und nach dem Einbiegen über der Helling, an Kiel und Balkweger angenagelt und die Übergänge verputzt . Der Kutter ZK-10 hat 10 Spanten. Der Spantenabstand beträgt 0,75 m. Zwischen den Spanten werden im Abstand von 250 mm Rippen eingezogen. Auf das fertiggestellte Bootsgerippe wird die Außenhaut geplankt. Der Kutter ZK-10 ist Diagonalkarwell geplankt. Die Innenanlage der Außenhaut wird aus 6 mm Irokoplanken gelegt. Auf diese Plankenlage wird eine mit eingedickter Ölfarbe konservierte Gewebezwischenlage aufgetragen. Den Abschluss der Außenhaut bildet die 10 mm dicke karwell geplankte Außenlage, ebenfalls auf Iroko. Die Rippen und Spanten werden mit der Außenhaut durch Messingschrauben verbunden. Für das Abnageln der Außenhaut werden Nagellöcher so gebohrt, dass der Kopf des Nagels nach dem Abnieten ca. 2 mm in der Außenhaut versenkt ist. Nach dem Abnageln wird der Bootskörper von der Helling abgehoben und umgedreht.. Von innen werden auf die Kupfernägel Scheiben aufgezogen und die Außenhaut abgenietet. Der Innenausbau beginnt nachdem der Bootskörper außen abgeputzt, mit Vinoflex-Einlaßgrund (DDR) vorkonserviert ist und innen mit Xylamon gestrichen wurde. Der Innenausbau erfolgt auf einem festen Ausbauplatz, auf dem der Bootskörper durch Stützen auf die genauen Breiten- und Höhenmaße gebracht wird.
Sämtliche Beschläge am Bootskörper sind aus feuerverzinktem Stahl gefertigt. Bolzen, auf dem Drahtseil laufen bzw. die hin und wieder herausgenommen werden müssen, sind aus nichtrostendem Stahl gefertigt. Alle Rollen und Blöcke sind aus Kunststoff hergestellt, wodurch ein einwandfreier Lauf auch bei Wassereinwirkung gewährleistet ist, ohne das Korrosionserscheinungen auftreten.
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Das Ruder des Kutters ZK-10 ist ein abnehmbares Holzruder mit feuerverzinkten Beschlägen. Das Ruderblatt besteht aus einzelnen Holzleisten, die miteinander verklebt und verschraubt sind. Als Material wird Eiche verwandt. Die Dicke des Ruderblattes beträgt 30 mm. Am oberen Ende des Ruderblattes befindet sich der Ruderkopfbeschlag, zur Aufnahme der Ruderpinne. Die Ruderpinne ist als Stockpinne gearbeitet und hat eine Länge von 1180 mm. Unter dem Ruderkopfbeschlag ist auf der Stb.Seite eine Flaggentülle angeschraubt. Den unteren Abschluss des Ruderblattes bildet eine Bekleidung aus feuerverzinktem Stahl. Dadurch soll das Ruderblatt bei Grundberührung geschützt werden. Am Spiegel und Achtersteven sind wechselseitig die Ruderlage und Ruderscheren befestigt, in die das Ruder eingehängt wird Unter den Längsduchten und der Bug- und Heckabdeckung befinden sich hinter den Seitenwegerungen Auftriebsbehälter aus seewasserbeständigen Leichtmetall. Diese Behälter können leicht ein- und ausgebaut werden. Der Rauminhalt der Auftriebsbehälter beträgt 649 dm , die dem Boot in geflutetem Zustand einen genügenden Reserveauftrieb verleiht. Die Auftriebsbehälter sind mit einer Entlüftungsschraube versehen, so dass eine Entwässerung möglich ist.
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