Hauptabmessung Steven, Spiegel, Kiel und Schwertkasten Spanten Außenhaut
Innenausbau Bootskörper Bootbeschläge Ruderanlage
Auftriebsbehälter

Hauptabmessungen             

Länge über alles

     7,50 m

Länge in der KWL

     7,02 m

Breite über alles

     2,15 m

Breite über Planken

     1,96 m

Seitenhöhe

     2,04 m

Freibord vorn   (bis OK. Dollbord)

     0,77 m

Freibord Mitte    (          =          )

     0,97 m

Freibord achtern (           =         )

     0,49 m

Tiefgang ohne Schwert u. Ruder

     0,66 m

Tiefgang mit Schwert

     0,49 m

Gesamthöhe bis Gaffeltopp

ca. 7,00 m

                            

Steven, Spiegel, Kiel und Schwertkasten

Den unteren Hauptlängsverband des Kutters bildet der Kiel. Im Bereich zwischen Spant 3 bis 6 ist ein 1488 mm langer Schwertschlitz eingearbeitet. Nach vorn und hinten verjüngt sich der Kiel und ist durch Verbinder mit dem  Vor- und Achtersteven verbunden (Abb. 10). Die Stöße zwischen Kiel und Steven sind durch Verbindungslaschen, aus feuerverzinktem Stahl, verbunden.  Der Kiel, die Verbinder mit Vor- und Achtersteven sind miteinander durch Hammerkopfschrauben verbolzt. Als Material für Kiel und Steven wird Irokoholzverwandt.    

                                                                                      Steven - Schwertkasten

Der Spiegel wir aus Eiche gefertigt und mit Epoxydharzkleber verleimt. über dem Schwertschlitz ist ein Schwertkasten aus glaserfaserverstärktem Polyester angebracht (Abb. 12). Auf der Außenseite des Schwertkastens wurde zur besseren Aussteifung der Rippen aus glasfaserverstärktem Polyester angeklebt, die mit den Bodenwrangen bzw. Duchtwinkel verbolzt sind. In der Vorderkante des Schwertkastens ist ein Ausschnitt für das Schwertfall eingearbeitet

                                                                           Kiel mit Steven und Schwertkasten

Der untere Flansch ist  an dem Kiel mit Sechskantholzschrauben angebracht. Zur Verstärkung des Flansches sind  feuer- verzinkte Stahlbleche eingeklebt. Um eine sichere Abdichtung des Schwertkastens zu erreichen, wurde zwischen dem Flansch und dem Kiel Teerbinden gelegt. Den oberen Abschluss des Schwertkastens bildet ein Schwertkastendeckel aus Mahagoni, der mit dem oberen Flansch verschraubt ist. Im Bereich des Schwert- und Klappbolzens sind ebenfalls zur Verstärkung Stahlbleche eingeklebt. Der Schwerkasten garantiert eine lange Lebensdauer bei geringer Wartung und Pflege. Die Fäulniserscheinungen an diesem Bauteil im Bootsbau entfallen völlig.

Spanten und Außenhaut

Der Kiel mit Steven, Kiel Spiegel und Schwertkasten wird kieloben auf eine Helling gelegt. Danach wird der Balkweger am Vorsteven und Spiegelbefestigt. Spanten und Rippen werden für den Einbau vorbereitet und nach dem Einbiegen über der Helling, an Kiel und Balkweger angenagelt und die Übergänge verputzt . Der Kutter ZK-10 hat 10 Spanten. Der Spantenabstand beträgt 0,75 m. Zwischen den Spanten werden im Abstand von 250 mm Rippen eingezogen. Auf das fertiggestellte Bootsgerippe wird die Außenhaut geplankt. Der Kutter ZK-10 ist Diagonalkarwell geplankt. Die Innenanlage der Außenhaut wird aus 6 mm Irokoplanken gelegt. Auf diese Plankenlage wird eine mit eingedickter Ölfarbe konservierte Gewebezwischenlage aufgetragen. Den Abschluss der Außenhaut bildet die 10 mm dicke karwell geplankte Außenlage, ebenfalls auf Iroko. Die Rippen und Spanten werden mit der Außenhaut durch Messingschrauben verbunden. Für das Abnageln der Außenhaut werden Nagellöcher so gebohrt, dass der Kopf des Nagels nach dem Abnieten ca. 2 mm in der Außenhaut versenkt ist. Nach dem Abnageln wird der Bootskörper von der Helling abgehoben und umgedreht.. Von innen werden auf die Kupfernägel Scheiben aufgezogen und die Außenhaut abgenietet. 

Innenausbau des Bootskörpers

Der Innenausbau beginnt nachdem der Bootskörper außen abgeputzt, mit Vinoflex-Einlaßgrund (DDR) vorkonserviert ist und innen mit Xylamon gestrichen wurde. Der Innenausbau erfolgt auf einem festen Ausbauplatz, auf dem der Bootskörper durch Stützen auf die genauen Breiten- und Höhenmaße gebracht wird.

Bestandteile Zweck Anbringung Material
Bodenwrangen Versteifung des Bootskörpers Innenseite der Außenhaut über dem Kiel im Abstand von 750 mm Eiche
Duchtenwenger Auflage für Querduchten Innenseite der Außenhaut vom Spiegel zum Bug Eiche
Querduchten Längsversteifung, Sitzbänke Auf Querduchten Kiefer
Längsduchten Längsversteifung, Sitzbänke Auf Querduchten Kiefer
Lufttanks Unsinkbarkeit des Kutters Unter den Längsduchten, Bug und Heck Metall
Seitenwegerung Seitenverkleidung der Lufttanks Unter den Längsduchten, Bug und Heck Kiefer
Grätings Schutz der Außenhaut Kutterboden (herausnehmbar) Kiefer
Bug- und Heckabdeckung Verkleidung der Lufttanks an Bug und Heck von oben Bug und Heck Kiefer
Dollbord (Schandeckel) Waagerechter oberer Abschluss der Außenhaut Auf dem Balkweger angebracht Iroko
Rundselbrett Verschließen der Rundselöffnungen An den Ausnehmungen der Rundseln Eiche
Stemmleisten Halt für die Füße beim Rudern Über den Grätings, vor den Querduchten Eiche

Bootsbeschläge

Sämtliche Beschläge am Bootskörper sind aus feuerverzinktem Stahl gefertigt. Bolzen, auf dem Drahtseil laufen bzw. die hin und wieder herausgenommen werden müssen, sind aus nichtrostendem Stahl gefertigt. Alle Rollen und Blöcke sind aus Kunststoff hergestellt, wodurch ein einwandfreier Lauf auch bei Wassereinwirkung gewährleistet ist, ohne das Korrosionserscheinungen auftreten.

Bezeichnung Zweck Anbringung Material
Vorstevenbebeschlag Bildet oberen Abschluss des Vorstevens,  gewährleistet Übertragung der Kräfte auf den Bootskörper. Oberer Abschluss zwei Klüsenringe mit aufgeschweißtem Steg. Klüsenringe: Dienen zur Führung der Schleppleine Auf dem Vorsteven, vorn mit der Stevenschiene verschweißt, binnenbordsüber Verbindungs- band mit dem Rundselbord verbunden Metall
Stevenschiene mit Augbolzen Schutz des Stevens und Kiel. Augbolzen 200 mm über der KWL angebracht, zum Schleppen geeignet Außen an dem Vorsteven und Kiel Metall
Rundselbordstütze Abstützen des Rundselbordes Je 3 an Bb.- und Stb.Seite im Bereich Spant 1,2 und 9 Metall
Mastspur Halterung für Mastfuß, durch Veränderung der Spurbolzen kann eine Veränderung der Maststellung erreicht werden. Über dem Kiel in Höhe der 3. Arbeitsducht und Schlagducht Metall
Mastschellen Gibt dem Mast Halt, beim Aufstellen, bevor er abgestagt ist.  An der 3. Arbeitsducht und Schlagducht Metall
Rundseln Zur Aufnahme und Führung der Riemen beim Rudern Je 5 an Bb.- und Stb.Seite im Rundselbord angebracht. Mit Rundselbord, Dollbord und Balkweger verbolzt Metall
Duchtenknie Querversteifung des Bootes durch Verbindung der Duchten mit der Außenhaut An den Querduchten Metall
Duchtwinkel Auflage der 2.Arbeitsducht und Aussteifung des Schwertkastens Mittschiffs zwischen Spant 3 und 6 Metall
Püttings Befestigung der Wanten Je 3 an Bb.- und Stb.Seite am Rundselbord im Bereich des Groß- und Besanmastes Edelstahl
Fockschotleitschiene Führung der Fockschot Auf dem Dollbord zwischen der 3. und 4. Rundsel von vorn an Bb.- und Stb. Seite Aluminium
Spillkopf Handhabung der Fockschot Auf dem Schwertkastendeckel Kunststoff
Schwert Erhöhung der Stabilität Im Schwertkasten Metall
Schwertfall Bedienung des Schwertes Längs des Schwertkastens, am Schwert angenietet Talje
Leitwagen Führung der Besanschot Auf dem Spiegel aufgesetzt Metall
Klampen Belegen und Führen von Leinen Bug, Spiegel, Duchtwinkel Metall
Knaggen Halterung für Stemmleisten An Seitenwegerung und Schwertkasten Metall
Lippklüse Führung der Achterleine Auf dem Spiegel Metall
Verhinderungsbänder Eckverbindung Rundselbord-Spiegel Rundselbord-Vorsteven Vorsteven und Spiegel Metall
Ruderbeschläge Ruderblatt, Spiegel und Achtersteven Ruderblatt, Spiegel und Achtersteven Metall

Ruderanlage

Das Ruder des Kutters ZK-10 ist  ein abnehmbares Holzruder mit feuerverzinkten Beschlägen. Das Ruderblatt besteht aus einzelnen Holzleisten, die miteinander verklebt und verschraubt sind. Als Material wird Eiche verwandt. Die Dicke des Ruderblattes beträgt 30 mm. Am oberen Ende des Ruderblattes befindet sich der Ruderkopfbeschlag, zur Aufnahme der Ruderpinne. Die Ruderpinne ist als Stockpinne gearbeitet und hat eine Länge von 1180 mm. Unter dem Ruderkopfbeschlag ist auf der Stb.Seite eine Flaggentülle angeschraubt. Den unteren Abschluss des Ruderblattes bildet eine Bekleidung aus feuerverzinktem Stahl. Dadurch soll das Ruderblatt bei Grundberührung geschützt werden. Am Spiegel und Achtersteven sind wechselseitig die Ruderlage und Ruderscheren befestigt, in die das Ruder eingehängt wird

Auftriebsbehälter

Unter den Längsduchten und der Bug- und Heckabdeckung befinden sich hinter den Seitenwegerungen Auftriebsbehälter aus seewasserbeständigen Leichtmetall. Diese Behälter können leicht ein- und ausgebaut werden. Der Rauminhalt der Auftriebsbehälter beträgt 649 dm , die dem Boot in geflutetem Zustand einen genügenden Reserveauftrieb verleiht. Die Auftriebsbehälter sind mit einer Entlüftungsschraube versehen, so dass eine Entwässerung möglich ist.

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